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Grauwassernutzung

Unter Grauwasser werden alle leicht verschmutzten Abwässer innerhalb von Gebäuden zusammengefasst. Quellen für Grauwasser sind grundsätzlich Duschen, Badewannen, Handwaschbecken, aber auch Waschmaschinen können einbezogen werden.

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Innerhalb von gewerblichen oder öffentlichen Gebäuden wird i.d.R. nur Dusch- und Badewasser genutzt, da es mit wenig Aufwand auf eine Qualität gemäß der EU-Badegewässerrichtlinie aufbereitet werden kann.

Die Grauwassernutzung hat bei Objekten, in denen viele Menschen wohnen oder übernachten, zwei entscheidende Vorteile. Der Grauwasserertrag deckt sich hervorragend mit dem Grauwasserbedarf. Es werden immer Trink- und Abwassergebühren eingespart, da das Wasser einmal im Kreis geführt und zweifach genutzt wird. Wenn dann die Wärme des Grauwassers zusätzlich noch genutzt wird, ist das Ergebnis perfekt.

In der Regel erfolgt die Aufbereitung des Grauwassers in 3 Stufen. Zunächst wird es mechanisch gefiltert und dadurch von Grobstoffen befreit. Danach durchläuft es eine biologische Vorklärung. Bei Schritt 3 erfolgt eine Membranfiltration. Am Ende entsteht keimfreies Wasser, da s bakteriologisch Trinkwasserqualität erreicht. Eingesetzt wird es in der Regel aber nur für die Toilettenspülung, für Bewässerung und Reinigungszwecke.

grauwasserprozess

 

 

Neben einer Wasserquelle kann Grauwasser auch eine Wärmequelle sein. Sinnvoll ist es, die Wärme dort zu entziehen, wo noch die höchsten Temperaturen vorherrschen – direkt an der Quelle.

 

Durch die Wärme des Abwassers wird das kalte Trinkwasser vorgewärmt und der Mischarmatur und dem Heizkessel direkt wieder zugeführt. Durch das Rohr-in-Rohr-System des Wärmetauschers sind Abwasser und Trinkwasser 100 % hygienisch getrennt. So kann ein Wärmekreislauf direkt an der Dusche zu einer Energieersparnis von 45 bis 55 % führen.

Dimensionierung

Bei der Grauwassernutzung bestimmt die erforderliche Aufbereitungsmenge die benötigten Nutzvolumina von Bioreaktor und Klarwasserspeicher und die Anzahl der Membranen. Die Grauwassernutzung kann sehr einfach mit der Regenwassernutzung kombiniert werden. Der Regenwasserspeicher ersetzt dann den Klarwasserspeicher, womit eine deutliche Synergie erzeugt wird.

Auf der Basis der erforderlichen Aufbereitungsmenge kann nun die Konfiguration des optimalen Systems für das Projekt erfolgen.

Kosten/Nutzen

Da immer Trink- und Abwasserkosten eingespart werden, stellt sich die Wirtschaftlichkeit der Grauwassernutzung sehr günstig dar. Amortisationszeiten unter 10 Jahren werden schnell erreicht.

Auch die Energieamortisation unter Berücksichtigung einer Wärmerückgewinnung ist beeindruckend. Sie drückt den Energieverbrauch der Materialphase geteilt durch die jährlichen Einsparungen an Primärenergie aus. Sie liegt bei größeren Projekten bei 1-2 Jahren.

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